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Zur
Geschichte des Korks
Kork
wurde erstmals im Jahre 4500 vor Christus bei den Ägyptern gebraucht.
Hier fand er den ersten Verwendungszweck in Form von Schwimmern beim
Fischfang. Später verwendeten ihn auch die Griechen und Römer. In China
und Rom wurde er zur Herstellung von Schuhsohlen verwendet. Dass die
Erfindung des Korkstöpsels und die Verwendung des Kork als Isolator keine
neuere Errungenschaft ist, dürft allgemein bekannt sein. Schon in den
Jahren 390 bis 305 vor Christus ist die Korkeiche als Nutzpflanze von
Theophrastus erkannt und empfohlen worden. In seiner historia normalis
verweist Gajus P.Plinius Secundus Major 79 bis 63 vor Christus auf
zylindrisch geformte Korkstücke, die für fassartige Gefässe gute
Verschlüsse bilden sollten.
Schon
zu dieser Zeit wurde Korkrinde für Ankerbojen, Schwimmgürtel und als
Isolationsmaterial für Bienenkörbe verwendet. Paracelsus 1493 bis 1540
verstand es bereits, Verschlüsse aus Kork für seine Retorten, Röhrchen
und Kolben zu fabrizieren. Mit dem Aufkommen der Glasindustrie im 17.
Jahrhundert begann auch eine Epoche für die Korkindustrie. Damals wurde
der Markt mit Glasgeräten aller Art geradezu überflutet, woraus eine erhöhte
Nachfrage nach passenden Verschlüssen entstand. Heutzutage ist selbst der
Fussball mit Kork verbunden. Die Schiedsrichterpfeifen sind nach wie vor
mit Korkkugeln bestückt, damit diese richtig laut und klar tönen, wenn
ein Foul oder Tor geschieht.
Die
spanische Provinz Gerona ist die Heimat der Korkenfabrikation. Im
Marktflecken Llagostera, in der Nähe von Gerona, wurde 1760 die erste
Korkschneiderei gegründet. Der gute Absatz fand in spanischen
Kaufmannskreisen grosses Interesse und die Verbreitung der Korken griff
daher rasch um sich. Im 19. Jahrhundert finden wir ganz Spanien und
Portugal in sorgfältiger Pflege und Bewirtschaftung der Korkeiche und es
bahnte sich die Adoptierung des Korks durch die ganze Kulturwelt an.
Inwieweit Kork als Flaschenverschluss Würdigung findet, lehrt uns
nachstehende Begebenheit: In Jena wurden im Jahre 1914 vier Flaschen Wein
aufgefunden, welche aus dem Jahr 1697 stammten und mit Korken verschlossen
waren. Die Flaschen wurde ins Weinmuseum Speyer überführt. Forscher und
Weinfachleute konnten nicht umhin, eine dieser immerhin 217-jährigen
Flaschen zu öffnen - und siehe da – der Wein war von vorzüglichem
Geschmack und wies ein hervorragendes Bouquet auf. Dass der Wein nicht nur
erhalten blieb, sondern auch seinen Geschmack über zwei Jahrhunderte
nicht einbüsste, ist nur der unersetzlichen Eigenschaft des Korkes als
Flaschenverschluss zuzuschreiben.
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