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Vom Korken zum Lehmhaus
Ob
als Weinkorken, ökologischer Dämmstoff, Bodenbelag oder Zusatz zu
Lehmbaustoffen – Kork ist ein überzeugendes Naturmaterial mit
besonderen Qualitäten. Durch Zusammenarbeit mit einem Ziegelwerk wurde in
diesem Bereich der ökologischen Baustoffe eine völlig neue
Produktpalette entwickelt. Vor allem das Bauen mit dem Naturbaustoff Lehm
erhielt neue Impulse. Die Zukunft gehört ökologisch verträglichen und
gesunden Baustoffen. Produkte mit Lehm nehmen dabei eine herausragende
Stellung ein. Sie sind ressourcenschonend und benötigen wenig Energie bei
Herstellung und Verarbeitung. Es gibt keine Entsorgungsprobleme –
Lehmbaustoffe sind 100-prozentig wiederverwendbar. Lehm hat hervorragende
Schallschutzwerte und kann Gerüche absorbieren. Zusammen mit natürlichen
Zuschlagstoffen erreicht Lehm beachtliche Dämmwerte.
Allein
in Deutschland gibt es rund 2,2 Millionen Fachwerkhäuser und über 200
000 massive Lehmbauten, die materialgerechte und bauphysikalisch sinnvolle
Sanierungstechniken wie das Reckkork Lehmbausystem mit Dämmstoffgranulaten
benötigen. Das Granulat kann direkt als Dammschüttung in Wände, Böden
und Decken von Neu- oder Altbauten eingebracht werden. Es lassen sich
damit jedoch auch manuell oder maschinell verschiedene Lehmbausteine
herstellen, die entweder im Innenbereich als Wärmespeichermasse oder
aussen als Dämmmasse mit Lehmmörtel vermauert werden. Feines Granulat
wird zu Leichtlehm-Füllmasse, zu Mörtel oder Lehmputz verarbeitet. Und
was Lehmprodukte allgemein auszeichnet: Alle Materialien können bei einem
späteren Umbau wieder verwendet werden. Ein wertvoller Baustoff bleibt so
über Generationen hinaus erhalten und fügt sich in die Naturkreisläufe
ein.
Kork-Sammelstellen
Die
Schweizer Gastronomie und Hotellerie bietet neben Vinotheken hauptsächlich
hochwertige Weine mit Korkzapfen an. Deshalb ist es besonders erfreulich
und sympathisch, dass sich viele Betriebe dieser Tourismusbranche als
Sammelstellen mit einer kostenlosen Dienstleistung für die Bevölkerung
zur Verfügung stellen. Schliesslich haben offenbar viele fortschrittliche
Gastwirte und Hoteliers erkannt, dass eine intakte Umwelt Voraussetzung für
blühenden Tourismus und Gastronomie ist. Bestimmt werden auch viele Gäste
diese Einstellung zu schätzen wissen. Alle angeschlossenen Unternehmen
verpflichten sich, mit einer Vereinbarung, die gesammelten Korken an die
Kork-Sammelstelle zu senden. Nur dann ist ihnen erlaubt, das offizielle
Korken-Recycling-Signet zu verwenden und für Werbezwecke einzusetzen.
In
der Sammelzentrale in Zürich werden alle eingehenden Korken von
Mitgliedern des "Evergreens-Sozialwerk Zürich", von allfälligen
Fremdstoffen befreit und feinsortiert. Abnehmer für den "Occasion"-Rohstoff
ist schliesslich eine Korkmühle im Glarnerland, die den Zapfen zu einer
zweiten Karriere verhilft. Dazu werden sie zu Schrot und Granulat
vermahlen und zu Presskork weiterverarbeitet. Presskork eignet sich als
Vibrationsschutz und Trittschall-Isolation im Bau oder für Fussbetten in
der Schuhindustrie. Er ist ein natürlicher Hartschaum und ideal zur Wärme-
und Schallisolierung ohne energieaufwendige Produktion und weite
Transporte aus den Herkunftsländern. Was die Rinde in der Natur ist, das
zeichnet Kork auch im technischen Einsatz aus. Er ist ein guter Dämmstoff
gegen Hitze und Kälte sowie Trittschall, ergibt mit seiner Elastizität
und gleichzeitigen Stabilität einen angenehmen robusten Bodenbelag und
behält auch bei Feuchtigkeitsschwankungen seine Form.
Mit
der Unterzeichnung einer Vereinbarung verpflichten sich die
angeschlossenen Unternehmen oder Gemeinden zur Einhaltung des Ehrenkodex.
Sobald der Jahresbeitrag überwiesen wurde, darf das Korken-Sammelstellen
LOGO verwendet werden. Der Eintrag im Nationalen
Korksammelstellen-Verzeichnis und der Versand an die gesamte Schweizer
Presse und die Bevölkerung ist im Beitrag inbegriffen.
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